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Südfrüchte

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Studio: Aufgenommen im JoWa Tonstudio und Klangraum i.d. Schimmelhütte von Oliver Frick, Juli/August 2005

Live: Aufgenommen am 12. Juni 2005 im Theaterhaus Stuttgart und am 3. August 2005 beim Ferienzauber Rottweil von Oliver Frick und am 23. April 2005 im Theaterhaus Stuttgart von Harry Neusser. © 2005 Füenf Platten

LYRICS
Südfrüchte
Hier komm’n die Südfrüchte
Da kommt so leicht keiner dran
Nix gegen Fischköpfe
Aber zieh’ d’ mal besser warm an

Hier komm’n die Südfrüchte
Vitamin S in hoher Dosis
Rettich wer kann
Hier komm’n die Südfrüchte, Mann


Südfrüchte komm’n über euch wie das jüngste Gericht
Tief aus dem Süden bläst euch jetzt ein kalter Wind ins Gesicht
Orkan aus Süd bis Südwest verspricht die Wetterprognose
Down under steh’n alle Vorzeichen auf fette Hose

Üppige Früchte des Südens, uns hat der Himmel geschenkt
Südfrüchte zeigen dem Norden, wo der Hammer hängt
Bitten um Aufmerksamkeit, aber uneingeschränkt
Denn unser Hochdeutsch ist schlecht, doch der Erfolg gibt uns Recht

Hier komm’n die Südfrüchte
Da kommt so leicht keiner dran
Nix gegen Fischköpfe
Aber zieh’ d’ mal besser warm an

Hier komm’n die Südfrüchte
Vitamin S in hoher Dosis
Rettich wer kann
hier komm’n die Südfrüchte, Mann


Platz da, die Südfrüchte komm’n, die Meister aller Klassen
Wir sind zum Scoren geboren, das muss der Neid uns lassen
Hier werden die Brezeln gebacken, nicht nur Töne gespuckt
Wer das leugnet, hat keine Ahnung oder lügt wie gedruckt

Südfrüchte handeln zielstrebig, erfolgsorientiert
Sind daher für Niederlagen eher unqualifiziert
Für mehr Bescheidenheit fehlt uns leider die Zeit
Auf dem Ohr sind wir taub, also fresst unsern Staub

Hier komm’n die Südfrüchte...die Südfrüchte, Mann

T: Digel
M: Digel/Heckermann
Arr.: Heckermann

Ernährungsmedley
Heut eß ich keine Paella
und auch kein Vorspeisenteller
no mangare Cannelores
das ist alles Cocolores
Lieber irgend etwas leichtes
Signorina, vielleicht reicht es
wenn sie bringen mir nur einen
schönen kleinen aber feinen

Baila baila baila baila
baila Beilagensalat
dieserweil bin ich so geil auf einen Beilagensalat.
Baila Beilagensalat,
beila bei Beilagensalat
Können Sie sich mal beeilen mit meinem Beilagensalat

Evri badi in se Haus, kamm on, let mi hier juh se Tofu
Party Piepel in se Haus, let mi hier ju se Soja
Evri badi in se Haus, kamm on, let mi hier ju se Grünkern
Party Piepel in se Haus, let mi hier ju se Broccoli

Das ist ein Steakhouse
wenn du kein Fleisch ißt, dann fliegst du hier gleich raus
Das ist ein Steakhouse
Merkst du was, dann schreib dir das ein für alle mal hinter die Ohren.

He, Garcon, mit dem Filet de Boeuf
da stimmt was nicht, schicken sie mir mal den Küchenchef
Wie kann man ein gutes Stück Fleisch so versau‘n
ich sag ihnen jetzt mal ganz im Vertrau‘n
das ist kein Steak, das ist

Schuhsohlenleder

die Kost vom Rost ist viel zu lang gebraten und angebrannt
ist ihr Koch vielleicht ein Pyromane aus Feuerland.

Schuhsohlenleder

Last night a Schnitzel saved my life

Na na na na na
Fleisch ist Fleisch, na na na na na

Immer wenn ich deine Brüste seh
krieg ich Gelüste aufn Früchtetee

Jetzt erst mal Antipasti
mit fett Olivenöl
dann Schweinebraten mit Rotkohl
danach als Amuse-Gueule
Schokopudding mit Sahne
und ein paar Crêpes Susettes

alle fressen was reingeht
scheiß auf Diät.

Kartoffelbrei und Spiegelei
`ne Torte hinterher
Käse schließt den Magen
und dann noch zum Dessert
Erbeerkuchen und Plätzchen
wir föllen von früh bis spät
alle fressen was reingeht
scheiß auf die Diät.

Rotkohl Grünkohl Nudelsalat
Blaukraut Sauerkraut Sahnespinat
Tuhnfischsandwich, Erbeersorbet
Rotbarsch, Goldbarsch, Sahnebaisser
Wurstbrot, Schmalzbrot, Rinderfilet
Rumpsteak, Schnitzel mit Fritten


alle fressen was reingeht
Scheiß auf die Diät.

Textbearb.: Digel
Arr.: füenf


Bleib locker
Du stehst im Bad
Bist sehr spät dran
Die Zahncreme fängt nicht zu schäumen an
Du hast’s geahnt
Machst die Augen auf
Auf der Tube steht Hämorrhoiden drauf

Bleib locker, Joe Jocker

Das Meer ist toll
Du schwimmst heut ganz allein
Das siehst du am Strand, wie alle winken und schrein
Unter dir ein dunkler Schatten
Und er streift dein Bein
Bitte, bitte lass es einen Goldfisch sein

Bleib locker, Joe Jocker

Spät in der Nacht
Besoffner Partyspaß
Mit verbundenen Augen schmecken: Was ist das?
Da spürst du auf der Zunge einen brennenden Fleck
Und hörst: „Atze, lass doch den Sekundenkleber weg“

Bleib locker, Joe Jocker

Wer wird denn da gleich aus der Haut fahrn
Das ist noch lang kein Grund
Sei kein Frosch und lach mit
Du bist ein Spieler und der Ball ist rund

Du stehst im Bahnhofsklo
Willst nur kurz Pinkeln gehen
Das Licht geht aus und du kannst nichts mehr sehn
Eine kalte Hand greift dir an den Po
Eine Stimme flüstert zärtlich: Hallo

Bleib locker, Joe Jocker

T+M: Heckermann

German Cha Cha
Ach wir fahr’n nach Montalcino
Und nach Montepulciano, mit Zwischenstopp
Am Latscho Matschore
So machen wir das jedes Jahr
Und dieses Hotel, freundlich und hell
Da merkst du gar nicht, auch wenn man’s besser wüsst
Dass du in Italien bist!

Der Ch-Ch-Chorgio is’ so süß, nämlich gehört dem das Hotel, und wie der spricht -
So wie ein Italiener nun mal ist, so mit den Händen und ganz schnell, wunderbar
Und dieses Essen
Ach, ich könnt mich vergessen
Die bauen alles selber an
Und ich finde, das schmeckt man

German Cha Cha Cha
Wir sind im Ausland so beliebt
Weil es den German Cha Cha gibt

Der Cha-Cha-Chaputschino schmeckt so herrlich
Nich’ so wie in Deutschland, ne, irgendwie ehrlich
Zu Latte Matschiato bekommt man
Chantutschine dazu, aber Vorsicht!
Bestellst du Kaffee
Im Ristorante „Comer See“
Dann kapieren die das mal wieder nich’ und bringen tatsächlich:
Expresso!

Der Cha-Cha-Chianti passt sehr fein zu diesen Gnochi Tschorgonzola, oder ein
Kleines Gläschen Prosetscho (so sagen die zu Sekt!)
Zu einem Tschaprese (das is’ so Motscharella und Rutschola)
Chiapatscha Protschutto, und
Melantschane - Chuchini
Doch die Krönung is’ für mich immer noch:
Tschaltimbotscha!

German Cha Cha Cha
Wir sind im Ausland so beliebt
Weil es den German Chacha gibt

Na dann, Ave Radiccio!

T+M: Bopp

Ich sah deine Zähne
Sie sagte mir, du findest keinen Frieden,
seit deine Frau dich verließ, glaubst du nicht mehr an Liebe.
Sie sagte mir, du bist sehr hart geworden,
du zeigst Gefühle nicht mehr, und du traust keinem mehr,
eines Tage stand ich neben dir.

Ich sah deine Zähne
Hinter einem Lächeln
Und es tat mir Leid
Ich roch deinen Atem
Nun verstand ich deine Einsamkeit

Ich sah deine Zähne
Die du keinem zeigtest
Und mir wurde schlecht
Dann ließ ich dich fall’n
Das fiel mir gar nicht so schwer
Denn an Wunder glaubte ich nicht mehr

Ich sah dich an, du hast mich nicht beachtet,
du lebtest selbst viel zu sehr in vergangenen Jahren.
Ich sah dich an, bis sich die Blicke trafen,
und dann für einen Moment, war'n wir uns mehr fremd,
nur ein Herzschlag hat uns noch getrennt.

Dann sah ich deine Zähne
Hinter einem Lächeln
Und es tat mir Leid
Ich roch deinen Atem
Nun verstand ich deine Einsamkeit

Ich sah deine Zähne
Oder vielmehr das was
Davon übrig war
Denn auf Mundhygiene
legtest du nie wert
kein Wunder dass man dir den Rücken kehrt

Ich sah deine Zähne
Hinter einem Lächeln
Und es tat mir Leid
Ich roch deinen Atem
Nun verstand ich deine Einsamkeit

Würd es sich nicht lohnen
Sie zu überkronen
Doch das kostet Geld
Und ich seh nicht ein dass ich dir neue Zähne kauf
Denn da hört bei mir die Freundschaft auf

Textbearb./Arr.: Langer
M: Andersson/Ulvaeus, Meininger


Ein kleiner Scherz am Rande
Ein kleiner Scherz am Rande
Ist doch keine Schande
Weil überall man gerne lacht.
Ein kleiner Scherz am Rande
Ist ja keine Schande
Und hat noch keinen umgebracht
Hier und da ein netter Jux
Zaubert ein Lächeln da und dort
Was ist denn schon dabei
Mit einem kleinen Scherz am Rande
Bist immer du imstande
Zu einer feinen Kinderei
Denn so ein kleiner Scherz am Rande
Ist ja keine Schande
Das Leben geht so schnell vorbei

Der blinde alte Herr
Der da im Park vorüber geht
Er schaut so traurig drein
Sei nicht verlegen und stelle ihm ein Bein
Dann wird das Publikum begeistert sein

Siehst du irgendwann denselben
Netten alten Mann am Ufer stehn
Dann sprich ihn freundlich an
„Guten Tag,
Das Wetter ist ja wieder mal phänomenal.“
Und frag ihn, ob er schwimmen kann
Sollte er verneinen, ist das ideal für einen
Klitzekleinen doch beherzten Stoß

Ein Hoch dem Komödianten
Dann ist seitens der Passanten
Der Beifall und der Jubel grenzenlos

Ja, ein kleiner Scherz am Rande
Ist doch keine Schande
Und ich hege den Verdacht
Dass , wer über einen kleinen Scherz am Rande niemals lacht
Sich nur selber Schande macht
So ein kleines Späßchen hier
Und ein kleines Späßchen dort
Was ist denn schon dabei
Mach einen kleiner Scherz am Rande
Denn `s geht hierzulande
Der Sommer viel zu schnell vorbei

Mitten in der Nacht
So gegen viertel acht
Ich saß auf dem Balkon
Bemerkt’ ich zwei Gestalten
Am Trottoir ein Schwätzchen halten
Schnell war ein Luftballon
Gefüllt mit heißer Schokolade
Und dann hinab die Balustrade
Schlug der Witz wie eine Bombe ein
Ist man auch noch so angeschmiert
Doch wenn die Menge applaudiert
Wird solch Schabernack man gern verzeihn

Wäre es nicht nett, so ein Besuch im Lazarett
Für einen Spaß man dort sehr dankbar ist
Verschließe eine Düse am Gerät der Dialyse
Das ist ein Scherz, den man nie mehr vergisst
Stopf dem armen Tropf etwas Salpeter in ’n Katheter und ein Ätherbäuschchen in den Mund
Die Gebrechlichen und Kranken
Werden’s tausendfach dir danken
Denn Lachen ist ja so gesund

Ein kleiner Scherz am Rande
Ist doch keine Schande
Weil überall man gerne lacht
Ein kleiner Scherz am Rande
Ist gar keine Schande
Und hat noch keinen umgebracht

Mit einem kleinen bisschen Herz
Für einen netten kleinen Scherz
Und etwas Fantasie
Knüpft so ein kleiner Scherz am Rande
Den Menschen eine Bande
Aus Heiterkeit und Sympathie
Denn so ein kleiner Scherz am Rande
Ist ja keine Schande
Das Leben geht so schnell perdü

T+M: Digel
Bearb./Arr.: Bopp/Frick


Beim Döner um die Ecke
Beim Döner um die Ecke
Beim Döner um die Ecke
Beim Döner um die Ecke
Am helllichten Tag

Alles ging sehr schnelle
Alles ging sehr schnelle
Alles ging sehr schnelle
Schlag auf Schlag

Es war Totenstille
Eine Totenstille
Es war Totenstille
Doch man war nicht allein

Die Tür stand ein’ Spalt offen
Die Tür stand ein’ Spalt offen
Die Tür stand ein’ Spalt offen
Und es roch nach Schwein

Die Sonne schien sehr helle
Die Sonne schien sehr helle
Die Sonne schien sehr helle
Doch man konnt’ nichts sehn

Mit einem scharfen Messer
Mit einem scharfen Messer
Mit einem scharfen Messer
Ist es wohl geschehn

Niemand sah es kommen
Beim Döner um die Ecke
Niemand sah es kommen
Was keiner versteht

Bis man es bemerkte
Bis man es bemerkte
Bis man es bemerkte
War es schon zu spät

Es nahm kein gutes Ende
Gar kein gutes Ende
Es nahm kein gutes Ende
Die Geschicht’

Denn was dann passierte
Denn was dann passierte
Denn was dann passierte
Das weiß man nicht!

T+M: Langer

Plattenproduzent
Schaba daba daba dabada bap bap
schabada ba bap bap

Du bist nett, du bist sehr nett
Doch leider nur zu dir
Hilfsbereitschaft und Selbstlosigkeit sind nicht dein Bier
Du bist der Beste, die anderen schlecht
Du hast keine Freunde und das ist dein gutes Recht

Jeder hat seine Fehler, nicht so bei dir
Du bist perfekt, du hast es drauf, sogar Klavier
Du bist der Beste, die anderen dumm
Du bist halt wie du bist, doch das nehm’ ich dir nicht krumm

Du bist nun mal
Mein Plattenproduzent
Du verhökerst mein Talent
Plattenproduzent
Du liebst den Euro, ich den Cent
Mein Plattenproduze-heeent
Sei gesegnet
Du bist der Gott
Für mich und meine Band

Schaba daba daba dabada bap bap
schabada ba bap bap

Du sagst mir die Meinung
Bist kompetent
Einer der das Business wie seine Westentasche kennt
Bist meine Rettung
Du hast mich entdeckt
Lass mich dein Sklave sein
Der dir die Stiefel dafür leckt

Du prophezeist mir eine Zukunft
In Ruhm und Ehre
Und eine millionenschwere Popstarkarriere
Du sagst, du bringst mich noch ganz groß raus
Dass du dafür die ganze Kohle einsackst
Macht mir nichts aus

Du bist nun mal
Mein Plattenproduzent
Du verhökerst mein Talent
Plattenproduzent
Ich treff’ die Töne, du den Bundespräsident
Mein Plattenproduze-heeent
Sei gesegnet
Du bist der Gott
Für mich und meine Band

Plattenproduzent

schabada ba bap bap

T+M: Digel

Alles kostet Geld
Ich schau mir in der Zeitung gern die Reklame an
Ein Schnäppchen gibt es immer, das ich dringend brauchen kann
Das Angebot is’ super, die Reklame riesengroß
Trotzdem bin ich immer meine ganze Kohle los

Alles kostet Geld

Zum Beispiel neulich – ich seh’ nich’ recht, da gibt’s für 70 Mäuse
N Superluxusdrucker mit Titaniumgehäuse
Is’ ja schweinebillig, sind die noch bei Verstand
Selber schuld, ich bin gleich losgerannt

In den Discounter rein, hab’ mir das Teil gezogen
Erst zuhause wird mir klar: alles nur gelogen
Denn das Superbilligteil funktioniert leider nich’ ohne
Die Einhundert Euro Originalpatrone

N paar Euro bitte, das ist doch nicht die Welt
Ja wussten Sie das nicht, alles kostet Geld.

Alles, alles, alles, alles kostet Geld

Wieder nicht geschnallt, dass sie auf leisen Sohlen
Sich den Rest der Knete durch die Hintertüre holen
Da fahr ich noch mal hin, denn der Ärger, der is’ groß
Noch nicht mal angekommen werd ich wieder Kohle los

Ein ältrer Herr in Grau weist mich netterweise ein
Da ich schon lang am Stehen bin, muss das eigentlich nicht sein
Danke, nicht nötig, denk ich noch so bei mir
Mach das Radio aus, schon klopft es an die Tür

Drei Euro bitte, das ist doch nicht die Welt
Ja wussten Sie das nicht, alles kostet Geld

Alles, alles, alles, alles kostet Geld

Mit Nebel vor dem Kopf muss ich erst mal schnell aufs Klo
Für ’nen Euro krieg ich raus, es ist neben dem Bistro
Einmal Jeton fürs Urinal und Händetrockenföhn
Macht dann zusammen bitteschön drei Euro zehn

Alles kostet Geld

Als ich mich umdreh’, krieg ich einen Riesenschreck
Ja, der Karton mit meinem Drucker, der is’ weg
Gar nicht gut gelaunt und mit tiefem Tunnelblick
Geh ich in Gedanken den Weg vom Klo zurück

Wo ließ ich ihn nur liegen, wo hab’ ich gepennt
Dann zuck ich schnell zusammen, weil man meinen Namen nennt:
„Herr Pelvis ist das Ihrer? Ich bin vom Fundbüro“
„Oh vielen Dank“ sag ich, „da bin ich aber froh“

Das macht vier Euro zwanzig, auch wenn’s Ihnen nicht gefällt
Ja wussten Sie das nicht, alles kostet Geld!

Alles, alles, alles, alles kostet Geld

Vor dem Supermarkt gibt’s ein neues Servicepaket
Kundenorientiert, damit es schneller geht
Wie in Trance erreiche ich das Discountertor
Für fünf Euro fährt man freundlich meinen Wagen vor
Für lächerliche drei erzählt mir einer ’nen Witz
Ich will nach vorne flüchten, da erfasst mich´n Blitz
Auf die Frage, warum ich hier am liebsten kauf’
Gibt’s einen Riesenknall und ich wach’ endlich auf

Alles nur geträumt, es duftet nach Kaffee
War später bei dir gestern, lächelt sie, als ich sie seh’
Die Kinder sind schon weg, heute ham wir beide frei
Wirklich keiner sonst zuhause, es sind nur wir zwei?
Da fällt mir aber gleich was Bestimmtes ein
Ich weiß, mein Schatz, das könnte sogar möglich sein
Doch langsam, nicht so stürmisch
Sie gibt mir einen Kuss
Da ist noch ’ne Sache, die ich vorher klären muss

Kannst du dir das nicht denken, das ist doch nicht die Welt
Ja wusstest du das nicht, alles kostet Geld!


Alles, alles, alles, alles kostet Geld

T: Heckermann/Digel
M: Heckermann
Metzger Tom
Textbearb./Arr.: Bopp
T+M: Schilling


Missa St. Gria
I. Introitus: Vamos a la playa - Los torros con sombrero
II. Gloria Antonius tyrolensis
III. Benedictus - Cantus Brimborium Tomatae
IV. Kyrie eleison - Vivit antiqus Holzmichelum
V. Anima mea - Macarenum

Introitus - Vamos a la playa: La Bionda/Righi
Gloria - Anton aus Tirol: DJ Ötzi
Benedictus - The Ketchupsong: Gomez/Manuel
Kyrie - Holzmichel: Unger/Rostig
Anima mea - Macarena: Monge/Perdigones
Bearb./Arr.: Bopp


Spacker
Er hat schon wieder seinen Penis verlängert
Seinen Kehlkopf schmückt ein glitzernder Brillant
Da seh’ ich mich akut zum Handeln gezwungen
Und laser mir ein Schachbrett in die Hand

Gestern ließ er sich Juwelen implantieren
Seine Kniescheibe ziert jetzt ein Silberring
Dann lass ich mir halt die Fußsohlen vergolden
Mein drittes Nasenloch macht mich zum King

Spieglein an der Wand
Wer ist der coolste Spacker im Land?

Spiegel: Peace, Justice, König aller Spacker. Du bist mit Abstand der Hyper, aber Hermann, dein Mitbewohner, der grundsätzlich immer sein Dreckgeschirr wochenlang auf dem Klo stehen lässt, ist noch tausendmal lässiger als du es je sein wirst!

Langsam fang ich an den Typ ernsthaft zu hassen
Jetzt hat der sich doch die Nägel platiniert
Das kann ich unmöglich auf mir sitzen lassen
Und werde mir ein Intimbranding verpassen

Er hat ’nen Gullideckel an der Lippe baumeln
Er hat’n Loch im Hals und rein steckt er ’ne Pfeife
Dann stick’ ich mir meinen Namen auf die Brust
Und zieh’ die Nippel lang genug für eine Schleife

Spieglein an der Wand
Wer ist der coolste Spacker im Land?

Spiegel: Peace, Justice, König aller Nullen. Vergiss es, du Flasche!

Morgen stech’ ich mir ein Augapfelpiercing
Und dann mach’ ich mir ein Pofaltentattoo
Ich lass’ mir Badelatschen an die Füße tackern
Schon bin ich wieder Präsident von allen Spackern

Spieglein an der Wand
Ich bin der coolste Spacker im Land?

T+M: Langer

Keine Zigaretten
Alex isst kein Würstchen mehr, Peter mag kein Bier
„Find ich persönlich gut“, sagt Britta. Sie bleibt im Urlaub hier
„Ich ess’ nur noch wenig Salz“, sagt Dieter, „und ich meide Fett“
„Man sieht `s an seinem Bauch“, nickt Ute, lacht dazu adrett
Die einzige Sache, die jetzt etwas Spaß reinbringt, ist
Wenn der ganze Tisch gleich nach Rauchwaren stinkt

Hey, ich rauch’ keine Zigaretten mehr, keine Zigaretten
Ich rauch’ nur noch Zigarren und davon die ganz fetten

Jürgen lässt den Zucker weg, Kaffee regt Susi auf
„Eier sind dass pure Gift“, sagt Walter, „verzichte gerne drauf“
„Nur´n halbes Glas“, scherzt Babsi, „sonst bekomm ich einen Schwips“
Judith knabbert Gurkenscheiben statt Kartoffelchips
Die einzige Sache, die jetzt sicher Spaß reinbringt, ist
wenn der ganze Tisch gleich nach Rauchwaren stinkt

Hey, ich rauch’ keine Zigaretten mehr, keine Zigaretten
Ich rauch’ nur noch Zigarren und davon die ganz fetten

Und als der blaue Dunst in alle Poren dringt
Da fängt jeder an zu grinsen: „Komm gib mir auch mal so´n Ding“
Der Ober bringt jetzt Schnaps statt Wasser, plötzlich ist es sonnenklar:
Manchmal ist es doch noch so wie´s früher einmal war
„Nastrovje!“, das war Alex, wirft sein Glas zum Fenster raus
„Noch ’ne Runde“, grölt der Peter, Susi zieht ihr T–Shirt aus
„Hast de noch ‚ne Fluppe?“, säuselt Britta und leckt mir das Ohr
„Aber bitte mit Majo!“, kichert Dieter, „und mit Ketchup, volles Rohr!“
„Einen für das Haus“, sagt Walter, kotzt dem Kellner aufs Tablett
Ute lächelt selig, mundverschmiert mit Bratenfett
Der Jürgen und die Babsi verschwinden kichernd auf dem Klo
Judith hüpft nackt auf den Tisch, ruft : „Alle singen SOOOOOOOO...“

Hey, ich rauch’ keine Zigaretten mehr, keine Zigaretten
Ich rauch’ nur noch Zigarren und davon die ganz fetten

T+M: Heckermann

Jeden Tag wird irgendwo ein Arschgesicht geborn
Man nicht selten mit sich hadert auszusprechen, was man denkt
Denn so mancher ist gekränkt, wenn reinen Wein ein man ihm schenkt
Dennoch halt mit meinen Ansichten ich niemals hinterm Berg
Sondern geh’ stets mit offenherziger Redseligkeit ans Werk

So auch jüngst, als in der Firma zum wiederholten Mal
Mein Chef mich zu sich bat und er mir dringlichstens empfahl
Doch künftig nicht erst mittags und restalkoholisiert
Mich zur Arbeit zu bequemen und recht desinteressiert
Zwischen ungezählten Kaffeepausen auf dem Schlauche steh’
Höchste Zeit, dass ich ihm schilderte, wie ich die Sache seh’

Sie verzeihn mir diese kontraproduktive Position
Fahrn Sie gradewegs zur Hölle, denn solch einen Hurensohn
Kann man bestimmt dort gut gebrauchen und die Welt hat nichts verlorn
Denn jeden Tag wird irgendwo ein Arschgesicht geborn
Ja, jeden Tag wird irgendwo ein Arschgesicht geborn

hei dei da deidei da deidei da dei
hei dei da deidei da deidei da dei da dei

Da ich dem Arbeitsmarkt nun wieder zur Verfügung stand
Erschien mir der Personennahverkehr beruflich interessant
Drum kurzerhand ein Taxischild am Wagendach fixiert
Dann aber Bleifuß, dass die Ich-AG auf Rädern schnell floriert

Zwei Straßen weiter just war leider schon die Jungfernfahrt vorbei
Wo ein Schutzmann sich erkundigt, ob ich noch zu retten sei
Innerorts mit Tempo 100 ohne TÜV und ohne Licht!
Ham Sie getrunken?
Nein, wieso, sag ich, ja ist denn das jetzt Pflicht?

Sie verzeihn mir diese kontraproduktive Position
Fahrn Sie gradewegs zur Hölle, denn solch einen Hurensohn
Kann man bestimmt dort gut gebrauchen und die Welt hat nichts verlorn
Denn jeden Tag wird irgendwo ein Arschgesicht geborn
Ja, jeden Tag wird irgendwo ein Arschgesicht geborn

hei dei da deidei da deidei da dei
hei dei da deidei da deidei da dei da dei

Den Freund und Helfer, der von Meinungsfreiheit wohl noch nie gehört
Hat offenbar an meiner Argumentation etwas gestört
Nur so ist es zu erklären, dass ich mich kurzerhand
Nach ein paar Wochen Einzelhaft vorm Richter wiederfand

Der sprach in jedem Punkt mich schuldig, denn es gehe nun mal nicht
Dass dieserart man ungestraft mit Ordnungshütern spricht
Auf die Frage, ob dem irgendwas hinzuzufügen ist
Erwiderte ich taktisch klug dem obersten Jurist:

Sie verzeihn mir diese kontraproduktive Position
Fahrn Sie gradewegs zur Hölle, oder waren Sie dort schon
Und außer Hopfen oder Malz ist dabei eh nicht viel verlorn
Denn jeden Tag wird irgendwo ein Arschgesicht geborn
Ja, jeden Tag wird irgendwo...na ja, Sie wissen schon

hei dei da deidei da deidei da dei
hei dei da deidei da deidei da dei da dei

Nach meinem Plädoyer lehnte entspannt ich mich zurück
Ein Mann von Größe – wußt’ ich - dankt mir diese ehrliche Kritik
Nach kritischer Betrachtung wird mir jedoch offenbar
Dass das wohl meinerseits eine eklatante Fehleinschätzung war

Denn just darauf sollte die Lage unerwartet eskalieren
Noch im Saal ließ mich der Kadi standrechtlich exekutieren
Tja, das hat man eben davon, wenn man die Wahrheit sagt...vor einem Amtsgericht...in Lynchburg, Texas

Das End vom Lied ist schnell erzählt, denn es liegt ja auf der Hand:
Bald vor der Himmelstür ich meinem Schöpfer gegenüberstand
Ich frage: gibt’s nicht mal ein Bier hier, Herrgott Himmel Arsch und Zwirn!
Die Antwort folgte auf dem Fuße, ich möchte mal zitiern

Da sprach der Herr zu mir:

Mein Sohn, verzeih mir diese ungebenedeite Position
Fahr gradewegs zur Hölle, sie erwarten dich dort schon
Und man brennt schon sehr darauf dich extra lang und heiß zu schmorn
Denn es wird nicht jeden Tag ein solcher Armleuchter geborn

hei dei da deidei da deidei da dei
Bei uns hier jedenfalls hat so ein Arschloch nichts verlorn

T+M: Digel
Bearb./Arr.: Bopp/Frick


Rastaman
Knut ist im Dilemma, denn er hat zu wenig Geld
So mit den Kindern und Frau Emma, hat er sich’s anders vorgestellt
Knut ist Angestellter bei ’ner Filiale von ’ner Bank
Sein Gehalt ist gut, doch es reicht ihm nicht für sein Hobby und das macht ihn krank
Und so kam er auf diese Idee, auf diese exzellente:
Er schuftet einfach mehr, und geht dann früher in Rente
Und so erhöht er seinen Lohn nach Feierabend bei einer Spedition

Und er schüttelt seinen Kopf
Und er lockert sich durch
Denn er wär’ so gerne Rastaman
Doch das kann er sich noch nicht leisten
Und so muss er weiter Laster fah’n.
Ihm fehlt die Kohle, Mann
Die fette Kohle, Mann
Wie schafft er nur den ganzen Zaster ran?
Er braucht noch jede Menge Asche
Laster fah’n macht er nicht just for fun

Sein Vorstadtreihenhaus muss er erst abbezahlen und dann vorschriftsmäßig warten
Denn Glasbruch-, Hausrat-, Brandschutz sind auch später fällig und die Pflege für den Garten
Wer schneidet dann seine Hecken, dass die Nachbarn nicht erschrecken
So was macht kein echter Rastaman
Rasta sein ist teuer, man denk nur an die Steuer, da bahnt sich noch ein Desaster an

Und er schüttelt seinen Kopf
Und er lockert sich durch
Denn er wär’ so gerne Rastaman
Doch erst muss er kalkulieren
Denn da darf man nichts riskieren
Deshalb hat er noch keinen Spaß daran
Dieser Arbeitsexzess bringt ihn express in Stress
Und manchmal schreit er die Emma beim Canasta an
Doch die reagiert, na klar, mit Liebesentzug und so schaut er sich Dolly Buster an

Sein Aktienpaket hat er längst schon angelegt und auch einen Riesterrentenfonds
Nur eine Sorge treibt ihn um, woher bekommt er eine Rastamanberufsunfähigkeitsversicherung?

Und er schüttelt seinen Kopf
Und er lockert sich durch
Denn er wär’ so gerne Rastaman
Vielleicht sollt er mal seine Bank überfallen
Doch wie kommt er nur an die Kasse ran
Und wo sollt’ er sich verstecken
Dass sie ihn nicht entdecken
Die machen doch sicher Rasterfahndung
Und wenn sie ihn erwischten
Und in die Zelle steckten
Dann wär’ er zumindest knasterfahr’n

Doch so was tut er nicht, weil man so was nicht tut
Und weil man so was nicht tut, tut’s erst recht nicht der Knut
Mit seinem Mut im Disput, tut ihm das absolut nicht gut
Er sitzt im Bankinstitut und hat Wut im Blut, aber akut!

Und er schüttelt seinen Kopf
Und er lockert sich durch
Denn er wär’ so gerne Rastaman
Und er wird’s wohl nie begreifen
Dass er nicht aus seinem Raster kann.
Zuhause angekomm’ geht er ins Badezimmer
An der Wand ist Alabaster dran
Und er schaut in den Spiegel, sieht die Geheimratsecken
In zwei Jahren is’ ’ne Glatze dran

Und trotzdem schüttelt er seinen Kopf
Und er lockert sich durch
Dann stellt er den Ghettoblaster an
Setzt sich in die Wanne
Dreht auf volle Kanne
Und hört das Lied vom Rastaman

T+M: Bopp

Angelina
Bearb./Arr.: füenf
M+T: Belafonte


Folgenschwere Weihnacht
(Black Metal Weihnachtsoratorium)

Als ich bei meinen Schafen wacht’
Ein Engel mir die Botschaft bracht’
Des bin i froh, bin i froh
Froh froh froh, froh froh froh
Benedicamus Domino
Benedicamus Domino

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt
Erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier
Was ist das plötzlich so heiß hier?
Und wieder nur der Anrufbeantworter bei der Feuerwehr

Folgenschwere Weihnacht

Stille Nacht, heilige Nacht
Den Nikolaus hat man umgebracht
Leise rieselt der Schnee
Still und starr ruht der See
Umso schockierender
Dieses bestialische Verbrechen

Folgenschwere Weihnacht

Macht hoch die Tür die Tor macht weit
Allmählich macht sich Panik breit
Frohe Weihnacht überall
Von der Innenstadt dringt Donnerhall

Apokalyptisches Inferno!

Vom Himmel hoch, da komm ich her
Hier meine Sense, hier mein Rasenmäher
Mit Gänsehaut hört man ein Lied erklingen

Morgen Kinder wird’s was geben
Morgen werden wir uns freun
Einmal stehen wir noch auf
Und dann Geschenkekauf im Amoklauf

Folgenschwere Weihnacht

Lasst uns trotzdem froh und munter sein
Schenk noch mal so`n paar Bacardi Cola ein
Weihnacht hat man uns genommen
Aber schon bald wird es noch schlimmer kommen...

Eierlose Ostern!

T: Trad./Digel/Cagnetta
M+Arr: Trad./füenf


Wir sind Deppen
Hin und wieder schreit
unsre Dummheit zum Himmel
und man sagt uns nach
wir denken nur mit dem Pimmel
wir sind zu blöd
da ist alles zu spät
und wir müssen eingestehn:
wir sind Deppen.

Textbearb./Arr. Digel/Cagnetta
M: Clapton


Mir im Süden
Wir haben nicht soviel Humor wie die Bayern.
Im Rheinland und Westfalen kann man auch viel besser feiern.
Den Niedersachsen sind wir psychisch nicht gewachsen
Und wir haben auch nicht so’n großes Herz, so wie die Sachsen.
Der Saarländer kennt viel mehr Nonchalance,
Savoir vivre, Rotwein und manchmal Tour de France.
Uns Schwaben hasst man bundesweit für unsren Dialekt
Und wir haben auch ganz bestimmt nicht Amerika entdeckt.

Mir im Süden stellen die hochwertigeren Kraftfahrzeuge her.
Mir im Süden brauen das bessere Bier.
Im Pott und an den Deichen kann uns keiner das Wasser reichen,
Denn in technischen Bereichen kann sich leider kaum einer mit uns vergleichen.
Deutschland, gib nicht auf, doch es gibt ein kleines Volk im Süden
Das hat es ein kleines bisschen besser drauf.

Wir haben nicht soviel Esprit wie die Berliner,
Dafür sind unsre Treppenhäuser cleaner.
Wir haben auch nicht die längste Theke der Welt,
Nein, wir haben sie nur hergestellt.
Was Württemberger kochen will in Baden keiner essen
Dafür spielen wir nicht so’n merkwürdigen Fußball wie die Hessen.

Mir im Süden stellen die hochwertigeren Kraftfahrzeuge her.
Mir im Süden brauen das bessere Bier.
Im Pott und an den Deichen kann uns keiner das Wasser reichen,
Selbst eure Eichen sind mit unseren nicht zu vergleichen.
Deutschland, gib nicht auf, doch es gibt ein kleines Volk im Süden
Das hat es ein kleines bisschen besser drauf.

M: Digel/Heckermann/Bopp
T: Digel